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Zum zwölften Mal in Folge veranstaltet die GSPF den interdisziplinären Workshop „Kritische Sexarbeitsforschung“ und bietet damit Wissenschaftler:innen in Qualifikationsphasen verschiedener Disziplinen eine Plattform für einen wissenschaftlichen Austausch sowie Vernetzungsmöglichkeiten.

Der Workshop richtet sich an Studierende mit Work in Progress Arbeiten, Promovierende sowie an Post-Docs aller Fachrichtungen, die sich mit dem Themengebiet Prostitution oder Sexarbeit befassen und ihre Forschungsarbeiten diskutieren möchten.
Ebenso sind Sexarbeiter:innen, Vertreter:innen von Selbstorganisationen, Aktivist:innen, Sozialarbeiter:innen und (wissenschaftliche) Projektmitarbeitende herzlich eingeladen.


Zur öffentlichen Abendveranstaltung „Sexarbeitsforschung und Praxis im (regionalen) Austausch: Zugänge, Zusammenarbeit und Perspektiven“

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Im Rahmen des Workshops findet die öffentliche Abendveranstaltung „Sexarbeitsforschung und Praxis im (regionalen) Austausch: Zugänge, Zusammenarbeit und Perspektiven“ statt, zu der alle Interessierten herzlich eingeladen sind.

Im Mittelpunkt des Podiumgesprächs steht die Frage, wie die Zusammenarbeit zwischen Sexarbeiter:innen, Forschenden, Sozialer Arbeit und Behörden in der Praxis des Forschens funktioniert. Wer stellt den Kontakt zum Forschungsfeld her und übernimmt die oft notwendige Vermittlungsarbeit? Welche Erwartungen haben die Beteiligten aneinander – und was passiert, wenn diese Erwartungen nicht zusammenpassen? Wie werden Sexarbeiter:innen in die Forschung einbezogen? Und welche Rolle und welchen Spielraum haben Behörden und Sozialarbeiter:innen?
Auch die Rahmenbedingungen spielen eine wichtige Rolle während des Forschungsprozesses. Beratungsstellen und soziale Einrichtungen arbeiten häufig mit wenig Personal und begrenzten finanziellen Mitteln. Forschungsvorhaben stehen unter Zeit- und Finanzierungsdruck. Wie viel Zeit bleibt dadurch für eine gute Zusammenarbeit? Was bedeutet es, wenn wichtige Ansprechpartner:innen fehlen oder Stellen kurzfristig wegfallen? Und wie kann Forschung gelingen, wenn alle Beteiligten ohnehin mit knappen Ressourcen arbeiten?
Alle Beteiligten bringen unterschiedliche Erfahrungen, Perspektiven und Aufgaben mit. Was für Forschende wichtig ist, muss für Sexarbeiter*innen, Beratungsstellen oder Behörden nicht unbedingt die gleiche Bedeutung haben.

Die eingeladenen Expert:innen diskutieren gemeinsam nicht nur mögliche Schwierigkeiten, sondern werfen auch einen Blick darauf, was es für eine gute und respektvolle Zusammenarbeit braucht und wie Forschung und Praxis voneinander profitieren können.

Zum Auftakt gibt Laura Treskow einen Einblick in die Herausforderungen der Zusammenarbeit zwischen Forschenden und Beteiligten anhand der Evaluation des Prostituiertenschutzgesetzes durch das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN). Sie berichtet unter anderem von Erfahrungen bei der Kontaktaufnahme, unterschiedlichen Erwartungen an das Forschungsprojekt und -team sowie praktischen Lösungen, die im Laufe des Forschungsprozesses entwickelt wurden.
Im anschließenden Podiumsgespräch kommen Vertreter:innen aus Forschung und Praxis miteinander ins Gespräch. Gemeinsam diskutieren sie über Zugänge, Vertrauen, Machtverhältnisse und Verant­wortlichkeiten in der Forschungspraxis. Neben persönlichen und strukturellen Hürden werden konkrete Möglichkeiten einer respektvollen, transparen­ten und partizipativen Zusammenarbeit ergründet.

Gäste
Romy (Sexarbeiterin)
Lilian Böhme (Fachberatungsstelle Daria, Dresden)
Sibylle Himsel (Amt für Gesundheit und Prävention Dresden, Beratungsstelle für AIDS und sexuell übertragbare Infektionen)
Joana Hofstetter (Gesellschaft für Sexarbeits- und Prostitutionsforschung)
Manuel Hurschmann (NetSWork Fachberatung/BufaS e.V.)
Laura Treskow (Polizeiakademie Niedersachsen)

Moderation
Maren Hanelt (Hochschule Merseburg)


Kontakt: veranstaltung@gspf.info

Organisation:
Maren Hanelt (Leipzig/Merseburg), Prof. Dr. Marlen Löffler (Stuttgart) Frauke Ott (Leipzig),
Anika Radewald (Dresden/Chemnitz), Giovanna Gilges (Bochum/Halle)

in Kooperation mit
dem Zentrum für kriminologische Forschung Sachsen e.V. (ZKFS) und der Internationalen Hochschule (IU)

unterstützt von
der Technischen Universität Chemnitz (TUC), dem Fachschaftsrat Kulturwissenschaft Leipzig (FSR KuWi), dem Fachschaftsrat Soziologie Leipzig (FSR Soziologie) und der Deutschen Gesellschaft für Sexualforschung (DGfS)